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Joachim-Lelewel-Gespräche

Joachim-Lelewel-Gespräche

Débats organisés par l'Institut historique allemand de Varsovie

Debates organised by the German History Institute of Warsaw

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Publié le vendredi 28 mai 2010 par Marie Pellen

Résumé

Der Diskussion aktuell umstrittener Fragen der polnischen Geschichte in ihrem europäischen Kontext dienen die Joachim-Lelewel-Gespräche des Deutschen Historischen Instituts. Sie führen jeweils Vertreter aus der polnischen, ost- und westeuropäischen bzw. internationalen Geschichtswissenschaft zu einer kontroversen Debatte zusammen, an der sich auch das Publikum aktiv beteiligt. / Les débats Joachim-Lelewel, organisés par l’Institut historique allemand de Varsovie, s’intéressent aux questions actuelles et controversées de l’histoire polonaise dans leur contexte européen. Ils rassemblent, autour d’une table-ronde sur des sujets controversés à laquelle le public est invité à participer, à la fois des historiens spécialisés en histoire de la Pologne, de l’Europe de l’est et de l’ouest.

Annonce

Die Joachim-Lelewel-Gespräche des Deutschen Historischen Instituts sind ein Forum, auf dem aktuell umstrittene Fragen der polnischen Geschichte in ihrem europäischen Kontext diskutiert werden. Sie führen jeweils Vertreter aus der polnischen, ost- und westeuropäischen bzw. internationalen Geschichtswissenschaft zu einer kontroversen Podiumsdiskussion zusammen, an der sich auch das Publikum aktiv beteiligt. Anliegen ist es, nicht nur gegensätzliche, sich wechselseitig nicht selten ausschließende Thesen und Ansichten miteinander zu konfrontieren, sondern auch verschiedene geschichtswissenschaftliche Milieus in einen intensiven Austausch zu verwickeln. Damit wird sowohl eine Weiterentwicklung des jeweils erörterten Problems als auch eine Öffnung für unterschiedliche methodische Herangehensweisen gefördert.

Debaty Lelewelowskie organizowane przez Niemiecki Instytut Historyczny to forum, na którym dyskutowane będą aktualnie kontrowersyjne zagadnienia polskiej historii w kontekście europejskim. W debatach uczestniczyć będą czołowi przedstawiciele polskich, wschodnio- i zachodnioeuropejskich oraz międzynarodowych nauk historycznych, podejmujący kontrowersyjną dyskusję panelową, do której zapraszana będzie także publiczność. Zamierzeniem przedsięwzięcia jest skonfrontowanie nie tylko sprzecznych, wykluczających się często tez i opinii, ale także doprowadzenie do intensywnej wymiany poglądów różnorodnych naukowych środowisk historycznych. Dzięki temu nastąpi zgłębienie omawianej kwestii, jak również oferowane zostaną możliwości różnorakiego podejścia metodycznego do danego problemu.

Les débats Joachim-Lelewel, organisés par l’Institut historique allemand de Varsovie, s’intéressent aux questions actuelles et controversées de l’histoire polonaise dans leur contexte européen. Ils rassemblent, autour d’une table-ronde sur des sujets controversés à laquelle le public est invité à participer, à la fois des historiens spécialisés en histoire de la Pologne, de l’Europe de l’est et de l’ouest. Ils ont pour but de susciter la discussion de thèses et opinions opposées mais aussi d’amorcer un échange intensif entre les différents courants des sciences historiques. Ils cherchent ainsi non seulement à faire évoluer la discussion sur les sujets abordés, mais aussi à s’ouvrir à de nouvelles approches méthodologiques.

3. Joachim-Lelewel-Gespräch: Dienstag, 01.06.2010, 17:00 Uhr, DHI Warschau

Was war das frühpiastische regnum – oder gab es im frühen Mittelalter Staaten?

3. Debata Lelewelowska: Wtorek, 1.6.2010, godz. 17.00, NIH w Warszawie

Czym było wczesnopiastowskie regnum, czyli czy we wczesnym średniowieczu istniały państwa?

3e séance : mardi 1er juin 2010, 17h, Institut historique allemand de Varsovie

Qu’est-ce que le regnum sous la dynastie Piast – ou existait-il des États sous le Haut Moyen Âge ?

In der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts tritt auf dem Gebiet des heutigen Polen ein geographisch-politisches Gebilde ins Licht der Geschichte, das die zeitgenössischen Quellen „regnum“, „civitas schinesghe“, seit Beginn des 11. Jahrhunderts auch „Polonia“ nennen. Was war dieses Gebilde? Welche Art von gesellschaftlich-politischem Zusammenschluss haben die Zeitgenossen mit den zitierten Quellentermini bezeichnet? In welchen Begriffen lasst sich sein spezifischer, historischer Charakter heute von der Geschichtswissenschaft adäquat erfassen und beschreiben?

Die polnische Mediävistik spricht seit ihren Anfangen im 19. Jahrhundert über alle philosophisch-politischen Systembrüche hinweg bis heute wie selbstverständlich von einem frühpiastischen oder pol(a)nischen „Staat“. Welches Verständnis von Herrschaftsorganisation verbindet sie mit diesem modernen Begriff? Kann er zutreffend den Charakter der politischen Ordnung des von Mieszko I. und Bolesław Chrobry zusammengehaltenen Verbandes und sein Funktionieren erklären? Oder muss dieser Verband nicht doch eher als ein „vorstaatlicher“ Zusammenschluss, das regnum der ersten Piasten als eine „Königsherrschaft ohne Staat“ bezeichnet werden?

Eine Diskussion mit Bernhard Jussen, Jerzy Strzelczyk, Przemysław Urbańczyk
Moderation: Eduard Mühle
  • Bernhard Jussen ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Johann-Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt/Main. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der historischen Semantik, der historischen Politikforschung und der Verwandtschaftsforschung; 2007 erhielt er den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis; er war Senior Visiting Fellow in Harward, Oxford und am Wissenschaftskolleg zu Berlin sowie Gastprofessor an der École Normale Supérieure in Paris und der University of Michigan Ann Arbor.
  • Jerzy Strzelczyk ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Adam Mickiewicz-Universität in Posen. Einen Schwerpunkt seiner Forschungen bildet die Frühgeschichte der Slawen und das Problem der Anfange des polnischen ‚Staates‘ bzw. der Herrschaftsbildungen im nachrömischen Europa. Er ist ordentliches Mitglied der Polnischen Akademien der Wissenschaften in Krakau und in Warschau. Er wurde 2007 mit dem Długosz-Preis und 2009 mit dem Wissenschaftspreis im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften der Stiftung für die polnische Wissenschaft ausgezeichnet; er ist Autor von 24 Büchern und zahllosen Aufsätzen.
  • Przemysław Urbańczyk ist Professor für Vor- und Frühgeschichte bzw. Archäologie des Mittelalters am Institut für Archäologie und Ethnologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften und an der Podlachischen Akademie in Siedlce. Seine Forschungen konzentrieren sich u.a. auf Fragen der Methodologie, Theorie und Geschichte archäologischer Forschung, auf die Anfange ‚staatlicher’ Strukturen im nachrömischen Europa und auf die Frühgeschichte des piastischen Polen. Für seine viel diskutierte Monographie „Die schwierigen Anfange Polens“ erhielt er den „KLIO“-Preis in der Autorenkategorie für das beste historische Buch des Jahres 2008.
  • Eduard Mühle ist Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und Professor für Geschichte Ostmittel- und Osteuropas an der Westfalischen Wilhelms-Universität Münster. Seine aktuellen Forschungen sind der Geschichte des piastischen Polen gewidmet. Er war Direktor des Herder-Instituts in Marburg und Senior Visiting Fellow am St Antony’s College in Oxford sowie am Wolfson College in Cambridge.

Die Diskussion wird simultan gedolmetscht.

2. Joachim-Lelewel-Gespräch: Dienstag, 3. 11. 2009, 17.00 Uhr, DHI Warschau

Die Intelligenz als soziale Gruppe. Eine Besonderheit peripherer Länder oder ein gesamteuropäisches Phänomen?

2. Debaty Lelewelowskie: Wtorek, 3. 11. 2009, godz. 17.00, NIH Warszawa

Inteligencja jako grupa społeczna. Specyfika krajów peryferyjnych czy zjawisko ogólnoeuropejskie?

2e séance : mardi 3 novembre 2009, 17h, Institut historique allemand de Varsovie

L'intelligence comme groupe social : une spécificité des pays en périphérie ou un phénomène européen ?

Eine Diskussion mit Jerzy Jedlicki (Warschau), Jürgen Kocka (Berlin) und Denis Sdvizkov (Moskau)

Den Bericht finden Sie unter: http://www.dhi.waw.pl/fileadmin/user_upload/pdf/Veranstaltungen/Bericht_2__Lelewel_Gespr%C3%A4ch_03.pdf

1. Joachim-Lelewel-Gespräch: Donnerstag, 12.02.2009, 16:30 Uhr, DHI Warschau

Wer war Gallus Anonymus? Herkunft und Hintergründe des Verfassers der ältesten polnischen Chronik

1. Debaty Lelewelowskie: czwartek, 12.02.2009, czwartek, godz. 16:30, NIH w Warszawie

Kim był Gall Anonim? O pochodzeniu i czasach autora najstarszej polskiej kroniki

1re séance : jeudi 12 février 2009, 16h30, Institut historique allemand de Varsovie

 

Qui était Gallus Anonymus ? Origines et histoire de l'auteur de la première chronique polonaise

Eine Diskussion mit Daniel Bági (Pésc), Johannes Fried (Frankfurt/Main) und Tomasz Jasiński (Poznań)

Die Joachim-Lelewel-Gespräche präsentieren Diskussionsbeiträge, die am DHI Warschau zu aktuellen Forschungsfragen, insbesondere der polnischen Geschichte durchgeführt worden sind. Tagungsdokumentationen und Berichte finden Sie unter : www.perspectivia.net/content/publikationen/lelewel-gespraeche

Les comptes-rendus de ces débats sont disponibles en libre accès sur la plateforme perspectivia.net :
http://www.perspectivia.net/content/publikationen/lelewel-gespraeche

Lieux

  • Vortragssaal - Pałac Karnickich - Aleje Ujazdowskie 39, PL 00-540 Warszawa
    Varsovie, Pologne

Dates

  • mardi 01 juin 2010
  • mardi 03 novembre 2009
  • jeudi 12 février 2009

Fichiers attachés

Mots-clés

  • Geschichtswissenschaft, historiographie, Pologne

Contacts

  • Institut historique allemand de Varsovie - Deutsches Historisches Institut Warschau ~
    courriel : dhi [at] dhi [dot] waw [dot] pl

Source de l'information

  • Claire Vital
    courriel : Claire [dot] Vital [at] bsb-muenchen [dot] de

Pour citer cette annonce

« Joachim-Lelewel-Gespräche », Cycle de conférences, Calenda, Publié le vendredi 28 mai 2010, http://calenda.org/201305