Calenda - Le calendrier des lettres et sciences humaines et sociales

*  *  *

Publié le vendredi 28 juin 2013 par Annette Schläfer

Résumé

Am Lehrstuhl für Geschichte Westeuropas und der Transatlantischen Beziehungen der Humboldt Universität zu Berlin sind im Teilprojekt „Herausforderung Sozialstaat“ des BMBF-Projektes „Saisir l’Europe“ zum 1. Dezember 2013 für einen Zeitraum von drei Jahren zwei Doktorandenstellen (50%) zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach E13 TV-L.

Contrat doctoral à l'université Humboldt Berlin dans le projet "Saisir l'Europe", axe "Etat social".

Annonce

Am Lehrstuhl für Geschichte Westeuropas und der Transatlantischen Beziehungen der Humboldt Universität zu Berlin sind im Teilprojekt „Herausforderung Sozialstaat“ des BMBF-Projektes „Saisir l’Europe“ zum 1. Dezember 2013 für einen Zeitraum von drei Jahren zwei Doktorandenstellen (50%) zu besetzen. Die Eingruppierung erfolgt nach E13 TV-L.

Das Verbundprojekt „Saisir l’Europe/Europa als Herausforderung“

Die Forschungsgruppe „Herausforderung Sozialstaat“ ist Teil des deutsch-französischen Verbundprojektes „Saisir l’Europe/Europa als Herausforderung“. Vor dem Hintergrund anhaltender ökonomischer und politischer Krisen hat es sich dieses Projekt zur Aufgabe gemacht, in einer disziplinäre und nationale Grenzen überschreitenden Zusammenarbeit Europa neu und anders zu denken: nicht als etwas Gegebenes, sondern als Herausforderung für Politik, Gesellschaft, aber auch die Sozial- und Geisteswissenschaften (für weitere Informationen siehe http://www.saisirleurope.eu).

Die Arbeitsgruppe „Herausforderung Sozialstaat“

Die hier ausgeschriebenen Stellen sind im Bereich der Arbeitsgruppe „Herausforderung Sozialstaat“ angesiedelt, die die Transformationsdynamiken der europäischen Wohlfahrtsstaaten nach 1945 untersucht. Sowohl die Bereiche der Sozial-, Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik, als auch Alterssicherung, Gesundheits- und Bildungswesen sind von fundamentalen Veränderungen betroffen, was tiefgreifende Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben und die Organisation demokratischer Legitimation hat. Der Prozess der europäischen Integration hat auf ganz unterschiedlichen Ebenen die Frage der „Europäisierung“ sozialer Phänomene und institutioneller Dynamiken in den Fokus gerückt und Frage nach Geschichte und Zukunft sozialer Sicherheit und Daseinsfürsorge in Europa neu belebt. Ein besonderer Schwerpunkt der Forschungsgruppe liegt in diesem Zusammenhang auf dem Problem des Alterns der europäischen Bevölkerungen sowie damit implizit verbundenen Fragen der Generationen- und Geschlechtergerechtigkeit.

In der interdisziplinären Forschungsgruppe können Dissertationsprojekte aus allen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften angesiedelt werden. Die historischen und aktuellen Umbauprozesse der europäischen Sozialstaaten seit 1945 zum Ausgangspunkt nehmend, sollten mögliche Arbeiten idealerweise eine oder mehrere der folgenden Thematiken aufnehmen:

  • Die Verschiebung der Grenzen zwischen öffentlicher und privater Solidarität (Auswirkungen sozial(wissenschaftlicher) Kategorie-Bildung auf öffentliches Handeln; Auswirkung des Wandels familiärer und intergenerationeller Beziehungen auf sozialstaatliche Institutionen; Privatisierung sozialer Sicherheit (vom „welfare state“ zu „welfare market“, etc.)
  • Die Dynamiken sozialer Konflikte und deren Auswirkungen auf demokratische Legitimationsgrundlagen europäischer Sozialpolitik (Die soziale Konstruktion der „Krise“ des Wohlfahrtstaates von dem Hintergrund der Globalisierung; Inklusion/Exklusion sozialer Gruppen in wohlfahrtstaatliche Institutionen, etc.)
  • Die Frage nach der Konvergenz national geprägter Sozialstaaten in Europa und die Erfassung von Zirkulations- und Transferprozessen (in Hinblick auf Akteure, Institutionen und Harmonisierung sozialpolitischer Instrumente/Modelle/Strategien; (von Interesse hier auch die Rolle internationaler Organisationen), etc.)
  • Verlagerung von Vorsorgeverantwortung von der kollektiven auf die individuelle Ebene (Aneignung sozialer Zuschreibung/Kategorisierung und Selbstverwirklichungschancen  der Betroffenen (z.B. im Rahmen der flexicurity); Wandel der Beziehungen zwischen den „street-level bureaucrats“ und den Empfängern sozialer Transferleistungen, etc.).

Da der Schwerpunkt des Gesamtprojektes „Europa als Herausforderung“ vor allem auf europäischen Transformationsprozessen liegt, werden Forschungsvorhaben, die dieser Dimension (in vergleichender Perspektive oder in Hinblick auf einzelne EU Mitgliedsländer) Rechnung tragen, ausdrücklich ermutigt.

Im Sinne des Gesamtverbunds ist die Ausrichtung der Forschungsgruppe interdisziplinär, teamorientiert und europäisch-international. Der kontinuierliche Austausch mit den Kolleg/innen des französischen Partnerprojekts, sowie mit den Kolleg/innen der beiden anderen Teilprojekte, „Urbane Gewalt“ und „Nachhaltigkeit“, sind fester Bestandteil der Arbeit. Eine kontinuierliche Präsenz in Berlin ist unerlässlich.

Bewerbungsvoraussetzungen

  • abgeschlossenes Studium in den Geistes und Sozialwissenschaften (beispielsweise Soziologie, Ethnologie, Politikwissenschaft, Geschichte, Sozialgeographie), das in der Regel nicht länger als zwei Jahre zurückliegt
  • die Vorlage eines Promotionsprojekts im skizzierten Themenfeld „Herausforderung Sozialstaat“
  • sehr gute Sprachkenntnisse in Französisch, Deutsch und Englisch (mind. zwei der Sprachen aktiv)
  • Bereitschaft zur Arbeit in einem interdisziplinären und multinationalen Team
  • Bereitschaft zur Übernahme organisatorischer Aufgaben in der Forschungsgruppe
  • EDV-Kenntnisse und Bereitschaft zur webbasierten Kommunikation
  • Präsenz am Projektort; Bereitschaft zu phasenweiser internationaler Mobilität

Bewerbungsunterlagen

(einzureichen als ein einziges PDF-Dokument per Mail)

  • Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Skizze des Promotionsprojektes (5-10 Seiten, verfasst auf deutsch, französisch oder englisch)
  • Gutachten von einer/m Hochschullehrer/in oder gegebenenfalls des Betreuers der Promotion
  • Zeugnisse

Bitte schicken Sie Ihre vollständige Bewerbung bis zum 15. Juli 2013 entweder per Post an

Frau Prof. Dr. Gabriele Metzler
Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät I
IfG, Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen
Unter den Linden 6
10099 Berlin,

oder in  einem einzigen PDF-Dokument an eichenbj@hu-berlin.de

Le groupe de travail « État social » fait partie du réseau franco-allemand de recherche « Saisir l’Europe ». Celui-ci se propose de penser à nouveaux frais la question de l’Europe en engageant une réflexion sur ce qui a fait, fait aujourd’hui et fera demain société en Europe (http://www.saisirleurope.eu/).

Partant des crises économiques et politiques que l’Europe traverse actuellement, le projet s’organise autour d’une interrogation plus générale sur le modèle socioculturel et économique européen considéré dans sa complexité et dans sa profondeur historique. Ce modèle et les difficultés qu’il connaît en ce moment sont abordés par trois équipes de jeunes chercheurs correspondant aux trois axes scientifiques du projet : État social (axe 1), développement durable (axe 2), violences urbaines (axe 3). Ces équipes sont coordonnées par des chercheurs expérimentés et pilotées à chaque fois par deux post-doctorants (français et allemand) dont les travaux constituent un cadre, tout en s’inscrivant dans les questionnements plus globaux du projet.

Le projet s’inscrit dans une démarche de collaboration étroite avec les autres institutions du réseau et les autres équipes de jeunes chercheurs, dans le souci de s’interroger sur les traditions, les interprétations et les transferts franco-allemands et plus largement européens en matière de recherche. Ce travail commun sera organisé autour de la recherche d’une réelle interdisciplinarité entre les différents champs des sciences humaines et sociales et d’une mise en œuvre de méthodes de recherche conjointes dans un contexte décentré et pluriel.

Le groupe de travail « État social » explore les transformations des États providence européens après 1945. De multiples transformations ont touché les politiques sociales, du marché du travail et de l’emploi, aussi bien que les assurances sociales (vieillesse, santé) ou les politiques de formation. Ces changements ont des conséquences profondes aussi bien sur l’organisation de la vie sociale que sur celle de la légitimité démocratique. Le processus d’intégration européenne pose, à des niveaux différents, la question de l’« européanisation » de phénomènes sociaux et de dynamiques institutionnelles. Il renouvelle l’interrogation sur l’histoire et l’avenir des systèmes de Sécurité sociale et de prise en charge collective des risques en Europe.

Les thèses qui voudraient s’inscrire dans ce groupe pluridisciplinaire peuvent appartenir à toutes les disciplines des sciences humaines et sociales. Les processus de transformation des États sociaux européens, actuels et/ou dans une perspective historique depuis 1945, en sont le thème commun. Les travaux proposés devront s’inscrire dans l’un ou plusieurs des axes suivants :

  • Le redécoupage des frontières et des secteurs de l’intervention publique (effets de la construction des catégories sociales et scientifiques sur l’action publique et inversement ; effets de la transformation des relations familiales et intergénérationnelles sur les institutions de politique sociale; privatisation de l’assurance sociale – du « welfare state » au « welfare market » etc.)
  • Les dynamiques des conflits sociaux et les processus de légitimation démocratique des politiques sociales européennes (construction sociale de la « crise » de l’État providence sur l’arrière-plan de la mondialisation; inclusion et exclusion de groupes sociaux des institutions de l’État providence etc.)
  • Les questions de convergence/divergence des États sociaux européens, de l’établissement de normes européennes et des processus de circulation et de transfert (circulation des acteurs, création et harmonisation des instruments, modèles et stratégies de politique sociale ; rôle des organisations internationales, etc.)
  • La redistribution des responsabilités entre niveau individuel et niveau collectif (diversité des modalités d’appropriation/résistance aux politiques et catégories administratives ; mise à l’épreuve des dispositifs d’action publique sous l’angle d’une approche par les capacités ; transformation des relations « au guichet » des politiques sociales etc.)

Le projet doctoral proposé s’inspirera de ce cadrage théorique et montrera comment il s’inscrit dans le projet plus global de « Saisir l’Europe ». Il comprendra une définition du sujet proposé, du ou des objets d’étude empiriques, qui doivent nécessairement avoir une dimension « européenne », un bref état de la recherche, un exposé de la méthodologie envisagée, un calendrier indicatif de travail sur trois ans et une bibliographie.

Le groupe de travail «État social » est coordonné par deux post- doctorants, l’un au Centre Georg Simmel (EHESS / CNRS), l’autre à la Humboldt Universität. Le projet s’inscrit dans une démarche de collaboration étroite avec les autres institutions du réseau et les deux autres axes, dans le souci de s’interroger sur les traditions, les interprétations, les transferts franco-allemands en matière de recherche. Ce travail commun sera organisé autour de la recherche d’une réelle interdisciplinarité entre les différents champs des sciences humaines et sociales et de la mise en œuvre de méthodes de recherche conjointes dans un contexte décentré et pluriel.

Deux autres contrats doctoraux « État social » sont proposés en Allemagne dans le cadre du même projet. D’autres contrats doctoraux sont proposés dans les groupes de travail « Développement durable » et « Violences urbaines » de Saisir l’Europe. L’ensemble des appels à candidature peut être consulté sur le site www.saisirleurope.eu.

Contrat doctoral

Durée : du 1er octobre 2013 au 31 août 2016 (CDD d’un an, renouvelable deux fois)

Rémunération : 1684, 93 € brut mensuel correspondant à la mission de recherche du doctorant plus la mission complémentaire du contrat (enseignement ou valorisation de la recherche, ou conseil / expertise).

Conditions de candidature

  • Diplôme de Master 2 Recherche soutenu entre juin 2011 et juillet 2013 dans le domaine des sciences humaines et sociales (histoire, géographie, sociologie, science politique, ethnographie, etc.)
  • Projet de recherche en cohérence avec le groupe de travail décrit ci-dessus
  • S’inscrire en formation doctorale dans l’un des établissements membres du CIERA (liste : http://www.ciera.fr/ciera/spip.php?article221)

Compétences requises

  • Disposition à participer activement à l’organisation de tâches collectives
  • Maîtrise des outils numériques permettant de participer à la communication interne et externe du groupe de travail
  • Capacité à s’insérer dans des collectifs de recherche interdisciplinaires et internationaux et à développer son propre réseau scientifique
  • Disposition à se déplacer internationalement (conférences, groupes de travail)
  • Maîtrise du français, de l’allemand et de l’anglais (au moins deux langues actives et une passive)

Dossier à envoyer (en français, allemand ou anglais)

  • Lettre de motivation précisant l’intérêt du candidat pour le projet « Saisir l’Europe »
  • Curriculum vitae
  • Projet de recherche (10 pages)
  • Lettre de recommandation d’un enseignant-chercheur ayant suivi le candidat
  • Copie des diplômes depuis le baccalauréat (avec indication des notes ou des mentions).

Le dossier doit être envoyé avant le 15 juillet 2013

par la poste à :

Frau Prof. Dr. Gabriele Metzler
Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät I
IfG, Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen
Unter den Linden 6
10099 Berlin,

ou dans un seul document PDF à eichenbj@hu-berlin.de

Contact

Karim Fertikh (karimfertik[AT]yahoo.fr) et Heike Wieters (wieterhx[AT]geschichte.hu-berlin.de)

Comité de sélection

  • Falk Bretschneider  (FMSH)
  • Stefan Martens (DHIP)
  • Matthias Lutz-Bachmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
  • Gabriele Metzler (HU Berlin)
  • Pierre Monnet (IFHA)
  • Patrice Veit (CMB)
  • Michael Werner (CIERA)

Lieux

  • Berlin, Allemagne

Dates

  • lundi 15 juillet 2013

Mots-clés

  • contrat doctoral, Europe, Etat social

Contacts

  • Karim Fertikh
    courriel : karim [dot] fertikh [at] unistra [dot] fr
  • Heike Wieters
    courriel : wieterhx [at] geschichte [dot] hu-berlin [dot] de

Source de l'information

  • Annette Schläfer
    courriel : annette [dot] schlafer [at] sorbonne-universite [dot] fr

Pour citer cette annonce

« 2 Promotionsstellen "Herausforderung Sozialstaat", HU Berlin », Bourse, prix et emploi, Calenda, Publié le vendredi 28 juin 2013, https://calenda.org/254485

Archiver cette annonce

  • Google Agenda
  • iCal