StartseiteDie Invaliden des Ersten Weltkriegs auf dem Bildschirm – Frankreich, Deutschland, Russland

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Die Invaliden des Ersten Weltkriegs auf dem Bildschirm – Frankreich, Deutschland, Russland

Les invalides de la Grande Guerre à l’écran, France / Russie / Allemagne

The invalids of the Great War on screen - France/Russia/Germany

Masterclass

Masterclass

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Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Oktober 2014 bei Annette Schläfer

Zusammenfassung

Unter den Opfern des Ersten Weltkriegs sind es die Kriegsversehrten, die die öffentliche Meinung am stärksten beeinflusst haben. In Frankreich, aber auch in Deutschland und Russland, haben die „gueules cassées“, die an shell shock leidenden Soldaten und diejenigen, die Gliedmaßen im Krieg verloren haben, die Zivilgesellschaft mobilisiert, Künstler inspiriert … – und oft waren sie auch Antrieb zur Gründung von Kriegsveteranenverbänden. Die Militärmedizin hat in den Jahren 1914 bis 1918 enorme Fortschritte geleistet. Die Körper dieser jungen Menschen, die in bester Gesundheit an die Front gingen, haben der Medizin ein immenses Experimentierfeld geboten. In der bereits uralten Tradition des Gesundheits- und Medizinfilms wurden die körperlichen wie psychischen Verletzungen von den Kameras eingefangen, die Erfindungen und Entdeckungen der Wissenschaft wurden auf die Leinwände unzähliger Länder projiziert. Der Kampf gegen den Feind auf dem Feld der Medizin – Krankheit und Tod – ist Gegenstand einer genauso intensiven Filmpropaganda, wie der Kampf auf den Schlachtfeldern. Wie filmt man in Frankreich, Deutschland und Russland die Belastungsprobe, der der mechanisierte Krieg die Körper und die Geister aussetzt?

Inserat

Unter den Opfern des Ersten Weltkriegs sind es die Kriegsversehrten, die die öffentliche Meinung am stärksten beeinflusst haben. In Frankreich, aber auch in Deutschland und Russland, haben die „gueules cassées“, die an shell shock leidenden Soldaten und diejenigen, die Gliedmaßen im Krieg verloren haben, die Zivilgesellschaft mobilisiert, Künstler inspiriert … – und oft waren sie auch Antrieb zur Gründung von Kriegsveteranenverbänden. Die Militärmedizin hat in den Jahren 1914 bis 1918 enorme Fortschritte geleistet. Die Körper dieser jungen Menschen, die in bester Gesundheit an die Front gingen, haben der Medizin ein immenses Experimentierfeld geboten.
In der bereits uralten Tradition des Gesundheits- und Medizinfilms wurden die körperlichen wie psychischen Verletzungen von den Kameras eingefangen, die Erfindungen und Entdeckungen der Wissenschaft wurden auf die Leinwände unzähliger Länder projiziert. Der Kampf gegen den Feind auf dem Feld der Medizin – Krankheit und Tod – ist Gegenstand einer genauso intensiven Filmpropaganda, wie der Kampf auf den Schlachtfeldern.

Wie filmt man in Frankreich, Deutschland und Russland die Belastungsprobe, der der mechanisierte Krieg die Körper und die Geister aussetzt? Wie bewirbt man an den West- und an den Ostfronten des Ersten Weltkriegs die Organisation effizienter sanitärer Systeme, deren Ziel es ist, ein Höchstmaß an Kranken und Verletzten wieder an die Front einzuberufen? Wie erlaubt der Film, in Bildern den Sozialstatus zerstörter Menschen wiederherzustellen, denen die Medizin nur notdürftig helfen kann?

Ablauf

Um diese Fragen zu beantworten, werden Lauren Véray, Bregt Lameris, Christian Bonah, Philipp Osten, Anne Rasmussen und Alexandre Sumpf, stock shots, Wochenschauen und Dokumentarfilme aus dieser Zeit vorstellen und analysieren, die in den französischen (ECPAD), deutschen (BAFA) und russischen (RGAKFD) Archiven aufbewahrt, aber selten vorgeführt werden.

In der Masterclass sollen Studenten sowie internationale Spezialisten auf der Grundlage eines Archivkorpus von Filmen französischen, deutschen und russischen Ursprungs den untenstehenden Fragestellungen nachgehen. Die in der Zeit des Ersten Weltkriegs entstandenen Filme sollten vor dem Seminar angesehen werden (verfügbar auf der Lehrplattform MEDFILM, medfilm.unistra.fr) und werden als gemeinsame Diskussions- und Analysegrundlage dienen.

Teilnahmebedingungen

Die Veranstaltung findet von 10 bis 17 Uhr an der MISHA in Straßburg statt. Das Seminar steht Studierenden, die nicht der Uni Straßburg angehören, nach Anmeldung bei den Organisatoren offen. Bei Anmeldungen von Extern können Reisekostenerstattung in Anspruch nehmen. Der Antrag auf diese soll durch ein Motivationsschreiben (max. 1 Seite) begründet werden, das ebenfalls an die Organisatoren zu richten ist.

 

Vortragende

Laurent Véray, Bregt Lameris, Christian Bonah, Philipp Osten, Anne Rasmussen et Alexandre Sumpf

Organisatoren

Christian Bonah et Alexandre Sumpf

 

Die Veranstaltung wird unterstützt von dem Lehr- und Forschungsprogramm 2014–2016 des Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA)  „SantéFilm: Information, Überzeugung, Propaganda. Der Medizin- und Gesundheitsfilm als Kommunikationsform zwischen Wissenschaft, Medizin, Öffentlichkeit und Gesellschaft in Frankreich, Deutschland und Russland/UdSSR von 1900-1980“ in Zusammenarbeit mit den Projekten RhinFilm und MedFilm.

Orte

  • Maison Interuniversitaire des Sciences de l'Homme - 5, allée du Général Rouvillois
    Straßburg, Frankreich (67)

Daten

  • Dienstag, 02. Dezember 2014

Schlüsselwörter

  • invalides, santé, film documentaire

Kontakt

  • Alexandre Sumpf
    courriel : asumpf [at] unistra [dot] fr
  • Christian Bonah
    courriel : bonah [at] unistra [dot] fr

Verweis-URLs

Informationsquelle

  • Christian Bonah
    courriel : bonah [at] unistra [dot] fr

Zitierhinweise

« Die Invaliden des Ersten Weltkriegs auf dem Bildschirm – Frankreich, Deutschland, Russland », Sonstige Angaben, Calenda, Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Oktober 2014, https://calenda.org/304150

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