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Demokratiekritik, Autoritarismen und Populismen in Europa

Critiques de la démocratie, autoritarismes, populismes en Europe

Criticisms of democracy, authoritarianism and populism in Europe

Kontinuitäten und Brüche von der Zwischenkriegszeit bis heute

Quelles continuités et ruptures entre l'entre-deux-guerres et aujourd'hui ?

Continuities and disruptions from the inter-war period until today

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Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Juli 2018 bei Céline Guilleux

Zusammenfassung

Angesichts des Gefühls der »Krise« der Demokratie in den letzten Jahren, versinnbildlicht durch den Aufstieg populistischer Bewegungen, ist heute in der politischen Debatte vieler europäischer Länder der Vergleich mit der Situation der Zwischenkriegszeit allgegenwärtig. Ist dieser Vergleich sinnvoll, um die für beide Perioden spezifischen Herausforderungen demokratischer Praxis zu verstehen? Ausgehend von dieser Frage eröffnet der Workshop das vom Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) unterstützte Forschungsprogramm Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939.

Inserat

Deutsches Historisches Institut Paris, 14.–15. März 2019

Thematik

Angesichts des Gefühls der »Krise« der Demokratie in den letzten Jahren, versinnbildlicht durch den Aufstieg populistischer Bewegungen, ist heute in der politischen Debatte vieler europäischer Länder der Vergleich mit der Situation der Zwischenkriegszeit allgegenwärtig. Ist dieser Vergleich sinnvoll, um die für beide Perioden spezifischen Herausforderungen demokratischer Praxis zu verstehen? Ausgehend von dieser Frage eröffnet der Workshop das vom Centre interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) unterstützte Forschungsprogramm Welche Demokratie(n)? Reflexionen über die Krise, Modernisierung und Grenzen der Demokratie in Deutschland, Frankreich, England und Mitteleuropa zwischen 1919 und 1939. Teil des Workshops wird eine interdisziplinäre Podiumsdiskussion zum Konzept des Populismus in historischer Perspektive sein. Ziel des Workshops ist es, die Vergleichbarkeit des aktuellen politischen Kontexts mit der Zwischenkriegszeit zu diskutieren und die heuristischen Vorteile zu erkunden, die diese Analogie für die historische Analyse bieten kann. Die Vorträge der Teilnehmenden können einen (oder mehrere) der folgenden Themenbereiche betreffen:

Kontinuität der Phänomene und Konzepte

  • Kritik der repräsentativen Demokratie: Welche Echos aus den Debatten der Zwischenkriegszeit finden sich in aktuellen Kritiken der repräsentativen Demokratie?
  • Autoritarismus gestern und heute: Ist der Vergleich mit der Zwischenkriegszeit relevant, um zeitgenössische autoritäre Tendenzen zu verstehen?
  • »Neuartigkeit« des zeitgenössischen Populismus? Kann das Konzept des Populismus helfen, die in beiden Perioden wiederkehrende Opposition von »Volk« und »Eliten« zu vergleichen?

Relevanz und Instrumentalisierung des historischen und geografischen Vergleichs

  • Vorzüge des Vergleichs für Geschichts- und Sozialwissenschaften: Unter welchen Bedingungen ist ein Vergleich zwischen Demokratien verschiedener Epochen dienlich um die jeweiligen Herausforderungen und Probleme zu verstehen?
  • Politische Instrumentalisierungen des historischen Vergleichs: Wie kann die wiederholte Bezugnahme auf die 1930er Jahre in der zeitgenössischen europäischen Debatte erklärt werden? Welche Positionen in Bezug auf die aktuelle politische Situation werden durch diese Bezugnahme unterstützt?

Denkbar sind Fallstudien zu einem oder mehreren Ländern (vorzugsweise Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen oder die frühere Tschechoslowakei) sowie methodologische oder erkenntnis-theoretische Reflexionen zur Frage der Vergleichbarkeit. Anträge von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sind besonders willkommen. Die Arbeitssprachen werden Französisch, Deutsch und Englisch sein.

Einreichung

Vorschläge (Titel, Zusammenfassung, Kurzbiografie) im Umfang von maximal einer Seite (oder 3000 Zeichen) sind

bis zum 4. Oktober 2018

einzureichen unter: critiquedemocratie@dhi-paris.fr. Die Auswahl der Vorschläge wird bis spätestens Ende Oktober bekanntgegeben. Unter Vorbehalt des Erhalts von Fördergeldern werden die Anfahrts- und Unterbringungskosten übernommen.

https://www.dhi-paris.fr/de/newsroom/detailseite/news/detail/News/call-for-papers-6.html

Plannungskomitee

  • Pascal Fagot, université de Strasbourg
  • Frauke Hoentzsch, université d’Augsbourg
  • Christian Jacques, université de Strasbourg
  • Zoé Kergomard, Institut historique allemand
  • Annette Lensing, université de Caen
  • Marcus Llanque, université d’Augsbourg
  • Reiner Marcowitz, université de Lorraine
  • Stefan Martens, Institut historique allemand
  • Thomas Nicklas, université de Reims Champagne-Ardenne
  • Christian Roques, université de Reims Champagne-Ardenne

Daten

  • Donnerstag, 04. Oktober 2018

Schlüsselwörter

  • démocratie, autoritarisme, populisme

Kontakt

  • Zoé Kergomard
    courriel : zkergomard [at] dhi-paris [dot] fr
  • Anneke Viertel
    courriel : presse [at] dhi-paris [dot] fr

Verweis-URLs

Informationsquelle

  • Zoé Kergomard
    courriel : zkergomard [at] dhi-paris [dot] fr

Zitierhinweise

« Demokratiekritik, Autoritarismen und Populismen in Europa », Beitragsaufruf, Calenda, Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Juli 2018, https://calenda.org/460717

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