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La mer et les hommes. Territoires, pratiques et identités

The sea and men. Territories, practices and identities

Revue internationale d'ethnographie n° 5

Revue internationale d'ethnographie no. 5

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Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juli 2014 bei João Fernandes

Zusammenfassung

De tout temps, les populations se sont rassemblées dans les cités portuaires et sur les espaces littoraux. Autrefois réservée à la pêche, au commerce et aux opérations militaires, la mer est devenue depuis plus de deux siècles, espace de loisir et objet de recherche. Mer et littoral prennent une importance croissante dans les pratiques et les enjeux de l’humanité. Il s’agit donc, aujourd’hui et demain, de l’exploiter de façon productive et dans un souci de durabilité. Ces enjeux, sources d’activités sociales, d’innovations (technologiques, socioéconomiques) et de conflits (locaux, internationaux), méritent qu’anthropologues, sociologues, économistes, historiens, géographes, juristes, littéraires, s’intéressent à ce monde gigantesque, dans un rapport interdisciplinaire avec les sciences biologiques, halieutiques ou océanographiques.

Inserat

Präsentation

Meer und Meeresküsten gewinnen im Rahmen der groβen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, immer mehr an Bedeutung. Die Bevölkerungen von Hafenstädten und Küstenregionen weisen starke Ähnlichkeiten auf. In früheren Tagen war das Meer dem Fischfang, dem Handel und militärischen Operationen vorbehalten, doch seit etwas mehr als zwei Jahrhunderten wurde es zum Raum für Freizeitaktivitäten und zum Forschungsobjekt. Heute und in Zukunft geht es um produktive Nachhaltigkeit.

Um das Meer besser kennenzulernen haben die Menschen Wissen erworben, Techniken angewandt, magisch-religiöse Erklärungen oder wissenschaftliche Theorien ersonnen, welche die Identität der Küstenmenschen und Seeleute geformt haben: ein Leben - und das charakterisiert sie wohl am Besten - das stetig den Gefahren einer instabilen physischen Welt und den Unwägbarkeiten von Fischerei - und Meereswirtschaft ausgesetzt ist.

Sozial- und Humanwissenschaften erforschen die Polpulationen der Küstenregionen seit mehr als einem Jahrhundert und müssen heute ihre Aufmerksamkeit verstärkt auf ein tieferes Verständnis des Begriffpaars Meer/Mensch richten. « Das Meer » ist nicht nur eine riesige Wasseroberfläche, sondern es stellt auch eine eigene Welt dar, die seit Urzeiten aufs Engste mit dem Menschen verbunden ist.

Das Meer stellt uns auch vor territoriale, ökonomische und identitäre Fragen: Seeleute und Küstenbewohner, maritime und nicht-maritime Bevölkerungen, hängen von ihm ab. All diese Herausforderungen - Ursprung und Quelle sozialer Aktivitäten, von Innovationen (technologischer und sozio-ökonomischer Art) und von lokalen und internationalen Konflikten - erfordern einen interdisziplinären Austausch zwischen Anthropologen, Soziologen, Ökonomen, Historiker und Geographen und den biologischen Wissenschaften, den Fischereiwissenschaften und der Ozeanographie.

1. Maritime Anthropologie; Methodologie; Kenntnisse und Ausbildung; Europa und die Globalisation; Kultur und Identität

Im Mittelpunkt stehen hierbei : die Problematik der Maritimen Anthropologie, ihre etnographischen Forschungsfelder und ihre Methoden; Fragen maritimer oder von Fischerei-Technik, wobei der Spezifizität des maritimen Milieus, besonderen Kenntnissen und Know-How und der Ausbildung von Fischern und Seeleuten, besondere Beachtung geschenkt werden soll, und zwar unter Berücksichtigung des wachsenden Einflusses nationaler, europäischer und globalisierender Politik (Fischereipolitik, Seetransport), welche die Identitäten maritimer Populationen in Gefahr bringen.

2. Religion, heidnische Bräuche; Magie; Legenden und Mythen

Aufgrund folkloristischer Forschung und wissenschaftlicher Analysen der Maritimen Anthropologie kann erforscht werden, auf welche Art und Weise Männer und Frauen der Küsten Legendenbildung betrieben und eigene Mythen um ihre maritime Lebenswirklichkeit geschaffen haben und auch heidnische und magisch-religiöse Rituale entwickelten, die sich oft neben den monotheistischen Religionen hielten. Die Beiträge können sich auf das Verhältnis der Seeleute zur Religion und auf die historische Entwicklung dieses Verhältnisses beziehen (maritime Votivtafeln, Marine- Almoseniers, Aberglaube und seine Praktiken etc.).

3. Gefahr; Schiffbruch; Risiko; Piraterie; See-Kriminalität; Angst

Beleuchtet werden soll die Frage des materiellen und wirtschaftlichen Risikos (Schiffbruch), das mit der Fischereiwirtschaft verbunden ist ; die Frage der Märkte, die einer politischen und der Logik nachhaltiger Entwicklung folgen und der Märkte des Seeverkehrs (Handels- und Passagierverkehr). Diese Gefahren stellen die Frage nach ihrem ökonomischen Mangement (Handelsaktivitäten und Tourismus), Fischereirechten und Territorial-Konflikten in maritimen Gebieten. Eine diachrone und synchrone Studie der Piraterie, die man für ausgestorben hielt, jedoch in den 90er Jahren wieder auflebte (Afrika, Indonesien) ist ein Desiderat. Fragen der Wahrnehmung des Risikos und der damit verbundenen Angst, die das Meer den Menschen einflöβt - Küstenbewohnern und Seeleuten - und die verschiedenartigen Versuche, diese zu überwinden, werden aus pluridiziplinärer Perspektive betrachtet, die Historiker, Geographen, Politologen und Juristen angehen.

4. Maritime Leistungen und Expeditionen; Seefahrer; wissenschaftliche Meeresforschung; Freizeit-Sefahrt; Umweltschützer; Literatur; soziale Repräsentationen

Analysiert werden maritime und sportliche Leistungen, »gewöhnliche » Seefahrten (Freizeit, Kreuzfahrten) und ihre Entwicklung, die Beziehungen zwischen Freizeit- und professionellen Fischern, und zwar aufgrund von Feldstudien sozialer Repräsentationen professioneller Seeleute oder von Amateuren, in der Realität oder auch in den verschiedenen Medien. Dabei werden sowohl Medienkampagnen von ökologisch ausgerichteten Nichtregierungsorganisation (NRO/NGO) zur profissionellen Fischerei und ihrem Platz in der Fischereipolitik berücksichtigt, als auch Repräsentationen des Meeres und der Seeleute in der Literatur, in der Poesie, in Semannsliedern, in der Folklore oder bei mit maritimem Erbe verbundenen Festen und Feierlichkeiten, die mit der Realität des Alltags und den Praktiken der Seeleute auf der Basis ethnographischer Forschung konfrontiert werden.

5.Human-, Meeres- und Tierökologie; Umweltverschmutzung, Gefahren für geschützte Gebiete und Spezies; Küste; AWZ; Quote; Ökologie-Politik und Menschenrechtsorganisationen

Dieser Schwerpunkt ist mit Territorialfragen, Naturschutzgebieten, Stadtentwicklung, kulturellem Erbe, Gesundheit etc. verbundenen Konflikten politisch-ökologischer Ordnung klar ökologisch gesetzt; die Frage des Verhältnisses zwischen Gesellschaft und Umwelt in Küstengebieten (Zerstörung von Dünen-Landschaften, Zersiedelung in Überschwemmungsgebieten) wird analysiert sowie die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf die Natur durch umweltfeindliche Bauten (Ölplattformen, See-Turbinen), die unterschiedliche Nutzung und Ausbeutung natürlichen Reichtums (Quoten, Walfang, Überfischung) und Maβnahmen (Auslassungen von Kohlenwasserstoff, Ölpest) und andere Verletzungen internationaler Vereinbarungen.

Die Beiträge für die Nr. 5 der Revue internationale d’ethnographie (RIE) sollen die Bedeutung des Verhältnisses von Mensch und Meer deutlich machen. Themen ethnographischer Forschung und/oder von profunder Kenntnis des Forschungsgebietes getragene Studien sollen Aktivitäten und Praktiken vorstellen, die das intime Verhältnis zwischen Meer und Küstenbevölkerungen aufzeigen und zu einem generellen Nachdenken über das Thema führen. Sie machen die angewandte Methodologie transparent und beleuchten evtl. auch epistemologische Aspekte, die das Verhältnis zwischen Mensch und Meer bestimmen.

Termine

-Die Beiträge sind bis zum:

1. Oktober 2014 einzureichen.

-Die Auswahl der Beiträge (double blind peer review; mit oder ohne Korrekturvorschlag) erfolgt von Oktober 2014 bis Januar 2015.
-Bis 31. Januar 2015: Mitteilung über die Annahme oder Zurückweisung des Beitrags -Bis 15. März 2015: Korrektur der angenommenen Beiträge durch die Autoren -Online-Publikation der Nr. 5: Ende Juni 2015.

Veröffentlichungsnormen

Es handelt sich um Originalbeiträge, die nicht bereits an anderer Stelle veröffentlicht wurden.
Die Texte können auf Französisch, Englisch Deutsch und Portugiesisch und Spanisch verfasst werden. Sie sollten 30-40 000 Schriftzeichen (einschlieβl. Abstände und Literaturverzeichnis).

Die Beiträge werden als word ‘.doc’ in Times New Roman 12, einfacher Zeilenabstand, eingereicht.
Die Beiträge enthalten 3 (drei) Zusammenfassungen/abstracts: 1 in der Sprache des Textes (2000 Schriftzeichen), 1 auf Englisch (1500-2000 Schriftzeichen) und 1 in einer von den Autoren gewählten Sprache, jeweils mit 5 Schlusselwörtern/keywords versehen.

Ein kurzes CV des Autors/der Autoren (2-5 Zeilen) und die Angabe der e-mail-Adresse sind vor den Beitrag zu stellen.
Beiträge, die den angegebenen Normen nicht entsprechen, können von der Veröffentlichung ausgeschlossen werden.

Zitiernormen: APA style

Zusendung der Beiträge an folgende E-Mail-Adresse:

chrisesc@uma.pt & denis-biget@orange.fr

Herausgeber 

  • Christine ESCALLIER, Universidade da Madeira, Portugal chrisesc@uma.pt
  • Denis BIGET, Université de Bretagne occidentale, France denis-biget@orange.fr

RIE : http://riethno.org/

 


Daten

  • Mittwoch, 01. Oktober 2014

Schlüsselwörter

  • mer, territoire, identités

Kontakt

  • Gilles Pinte
    courriel : gilles [dot] pinte [at] univ-ubs [dot] fr

Informationsquelle

  • Gilles Pinte
    courriel : gilles [dot] pinte [at] univ-ubs [dot] fr

Zitierhinweise

« La mer et les hommes. Territoires, pratiques et identités », Beitragsaufruf, Calenda, Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Juli 2014, https://calenda.org/291504

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