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Entfremdung und Handlung

Aliénation et action

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Veröffentlicht am Donnerstag, 07. August 2014 bei João Fernandes

Zusammenfassung

Anlässlich des Doktoranden Workshops „Entfremdung und Handlung“, welcher am 17. September 2013 an der Université de Toulouse II – Le Mirail stattgefunden hat, lanciert die Revue Interpretationes für ihre achte Ausgabe einen call for papers, die diesem Thema gewidmet sind.Was unterscheidet die neueren (Wieder-)Verbegrifflichungen der Entfremdung von denen, die die strukturalistische Philosophie seinerzeit abgelehnt hatte? Welche Formen kollektiver Handlung denkt die soziale und politische Philosophie heute? Welche Verknüpfungen existieren zwischen sozialen und individuellen Pathologien, seien diese letzten physischer oder mentaler Natur? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die in den Beiträgen zu dieser Ausgabe der Revue Interpretationes behandelt werden können.

Inserat

Präsentation

Anlässlich des Doktoranden Workshops „Entfremdung und Handlung“, welcher am 17. September 2013 an der Université de Toulouse II – Le Mirail stattgefunden hat, lanciert die Revue Interpretationes für ihre achte Ausgabe einen call for papers, die diesem Thema gewidmet sind.

Seit einigen Jahren lebt das Interesse für die Entfremdungsproblematik wieder auf (insbesondere Slavoj Žižek, Hartmut Rosa, sowie ebenfalls Franck Fischbach und Stéphane Haber in Frankreich), eine Problematik, welcher vor noch nicht allzu langer Zeit von der strukturalistischen Schule Althussers vorgeworfen wurde, auf einem „idealisierenden“ und schlecht konzeptualisierten Begriff der Entfremdung aufzubauen. Die tiefe Krise eines Kapitalismus der „Subjekte“ produziert, die zwar ihrerseits ebenfalls produktiv sind, jedoch sozial ohnmächtig scheinen, gibt Schlüsselbegriffen der sozialen und politischen Philosophie wie denen der „Entfremdung“ und der „Handlung“ ein ganz anderes Relief. Es gilt die Art und Weise zu hinterfragen, wie diese Begriffe es uns ermöglichen, die kollektive Dimension der sozialen Institution, ihre Ohnmacht sowie ihre mögliche kollektive Transformation von neuem zu denken. Erst dann wird es möglich sein, den Übergang von sozialen Störungen und Dysfunktionen (welche durch den Entfremdungsbegriff sichtbar werden) zu den physischen und mentalen Pathologien der „Subjekte“ zu untersuchen.

Themen

Wie können wir Handlung im sozialen Raum in einer sich ständig beschleunigenden Welt denken, in einer Welt, der wir als beobachtende Subjekte mehr und mehr gegenüberstehen, zurückgezogen in eine Subjektivität die pathologische Züge besitzt und uns nicht mehr zu beruhigen weiß gegenüber einer objektiven Welt, die uns immer weiter zu entgleiten scheint? Um es anders zu formulieren: wie ist es möglich, eine durch die Trennung zwischen einerseits einer abstrakt objektiven Welt und andererseits ebenso abstrakten Subjekten blockierte soziale Praxis (wieder) zu aktivieren? Wie können wir in einer Welt handeln und auf sie einwirken, wenn wir sie uns immer weniger kollektiv aneignen? Die Unmöglichkeit eine andere (Beziehung zur) Welt zu denken ist sodann ein Zeichen der Ohnmacht der kollektiven Handlung um sich diese unsere Welt anzueignen.

Was unterscheidet die neueren (Wieder-)Verbegrifflichungen der Entfremdung von denen, die die strukturalistische Philosophie seinerzeit abgelehnt hatte? Welche Formen kollektiver Handlung denkt die soziale und politische Philosophie heute? Welche Verknüpfungen existieren zwischen sozialen und individuellen Pathologien, seien diese letzten physischer oder mentaler Natur? Dies sind nur einige der Fragestellungen, die in den Beiträgen zu dieser Ausgabe der Revue Interpretationes behandelt werden können.

Anmeldung

Artikel auf Englisch, Deutsch und Französisch sind willkommen. Die maximale Anzahl der Zeichen ist 40.000, einschließlich Leerzeichen. Die Artikel müssen zusammen mit einer kurzen bio-bibliographischen Präsentation und einem Abstract auf Englisch (max. 10 Zeilen) an cfp8interpretationes@gmail.com bis spätestens

30-09-2014

gesendet werden. Bei Fragen können Sie uns gerne an die gleiche Adresse schreiben.

Die Zeitschrift Interpretationes bietet auch die Möglichkeit, Buchbesprechungen mit maximal 7.500 Zeichen (inklusive Leerzeichen) zu veröffentlichen. Die Besprechungen können, müssen aber nicht, in Verbindung mit dem Thema dieser Ausgabe stehen.

Wissenschaftlicher Ausschuss

  • Shin Abiko (University of Hosei, Tokio)
  • Arnaud François (Université de Toulouse II – Le Mirail)
  •  Jean-Christophe Goddard (Université de Toulouse II – Le Mirail)
  •  Marc Maesschalck (Université Catholique de Louvain-la-Neuve)
  •  Pierre Montebello (Université de Toulouse II – Le Mirail)
  •  Débora Morato Pinto (Universidade Federal de São Carlos)
  •  Thomas Nenon (University of Memphis)
  •  Karel Novotný (Univerzita Karlova v Praze, Fakulta humanitních studií)
  •  Alexander Schnell (Université de Paris IV – Sorbonne)
  •  László Tengelyi † (Bergische Universität Wuppertal)

Daten

  • Dienstag, 30. September 2014

Schlüsselwörter

  • aliénation, action, philosophie sociale

Kontakt

  • Daniel Weber
    courriel : cfp8interpretationes [at] gmail [dot] com

Verweis-URLs

Informationsquelle

  • Daniel Weber
    courriel : cfp8interpretationes [at] gmail [dot] com

Zitierhinweise

« Entfremdung und Handlung », Beitragsaufruf, Calenda, Veröffentlicht am Donnerstag, 07. August 2014, https://calenda.org/294644

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